Liebeserklärung

Oktober 7, 2009 um 10:25 nachmittags | Veröffentlicht in Beziehung, Ehe, Gefühl, Leben, Liebe, Selbstbewusstsein | 3 Kommentare
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23:42 Uhr. Zeit der Melancholie. Immer. Naja, sagen wir, oft. Deshalb verzeihen Sie mir, wenn ich jetzt einmal etwas gefühlsdusselig werde.

Inspiriert durch ein wunderbares Blog von Frau Lies von Lott, das ich hier nur wärmstens meinen Lesern empfehlen kann, habe ich mir meine Gedanken über die Liebe gemacht. Was ist das eigentlich? Und was bedeutet sie speziell für mich?

Francis ist meine erste große Liebe. Alles, was ich zuvor für irgendwelche Männer empfunden habe, glich nicht annähernd dem Gefühl, das ich heute in mir trage. Verliebtsein, schön und gut, auch das Nicht-Allein-Sein war ein entscheidender Faktor. Aber echte Liebe, mit allen Höhen und Tiefen, nein, das war es nie. Bis zu dem Tag, als ich meinen Mann kennenlernte. lilie

Meine Eltern waren damals im Urlaub. In Italien. Und trotz der hohen Telefongebüren kam ich nicht umhin, meine Mutter anzurufen und ihr mitzuteilen, den Mann meines Lebens gefunden zu haben. Was damals wohl in erster Linie aus der Verliebtheit heraus und nicht ganz ernst gemeint war, ist heute die Wahrheit. Francis hat mich zu einer liebenden Frau gemacht, die sich mit ganzem Herzen und vollem Bewusstsein auf das Abenteuer Beziehung, bzw. Ehe eingelassen hat.

Während der Verliebtheits-Phase ist man ja sooooo stolz. Man stellt seinen Freund in der Clique vor und beobachtet heimlich die neidischen Blicke der anderen Frauen. Man zeigt, dass man zusammen gehört und strahlt Selbstbewusstsein und Glück aus. Danach folgt die Phase des Alltags. Die berühmten Schmetterlinge machen längere Pausen, man gewöhnt sich aneinander, lernt die Eigenheiten des Gegenüber kennen und schlägt sich mit Rechnungen und müffelnden Socken herum. Und dann, ja, dann, verehrte Leser, dann kommt SIE! Die Liebe. Schleichend. Ohne sich groß anzukündigen. Sie ist einfach da. Ganz heimlich. Aber mit unglaublicher Macht.

Manchmal, wenn er am Rechner sitzt, schaue ich Francis an und empfinde ein tiefes Gefühl der Geborgenheit, Zuneigung und Dankbarkeit. (Ich muss zugeben, jetzt wird es arg schnulzig…) Ich mag es, wenn seine Haare nach dem Duschen in alle Richtungen stehen, ich mag seinen Gesichtsausdruck, wenn er sich auf irgendetwas konzentriert und ich mag es, wenn er im Supermarkt nicht an dem Regal mit der Müllermilch vorbei gehen kann. Ich liebe es, wenn er lächelt, wenn er mich vom Bahnhof abholt oder wenn er mit dem Hund im Garten spielt. Alltagserlebnisse. Nichts besonderes eigentlich. Aber genau DAS ist Liebe. Für mich.

Ein warmes, weiches Gefühl des Zuhause-Seins, des gegenseitigen Vetrauens und der gegenseitigen Anziehung. Unsere Liebe ist nicht perfekt. Aber genau das macht sie aus. Und ich möchte sie niemals wieder eintauschen.

Deine/Eure/Ihre

Zoey

Wie muss er sein, der perfekte Mann?!

Oktober 2, 2009 um 10:36 vormittags | Veröffentlicht in Beziehung, Ehe, Leben, Liebe, Selbstbewusstsein | Hinterlasse einen Kommentar
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Ich habe vor kurzem berichtet, wie sie sein muss – die perfekte Ehefrau. Kümmern wir uns heute doch einmal um den perfekten Mann. An sich. Meinetwegen auch ohne Ehe-.

Gestern zeigte Galileo einen Bericht darüber, was Frauen an Männern attraktiv finden und ob es so ein 90-60-90-Schema auch für die männlichen Wesen gibt. Aha. Nun, angeblich gibt es sowas tatsächlich. Der Mann schlechthin sollte nicht mehr als 10 cm größer sein als man selbst, einen flachen Bauch haben und am besten ein feminines Gesicht, da dies für Treue und Verständnis steht. Soso. Es ist doch immer wieder spannend, was man so herausfindet. Mit Realität hat das allerdings wenig zu tun…Mann

Mein Francis ist der perfekte Mann. Er ist 22 cm größer als ich, hat ein kleines Bäuchlein und nach weiblichen Gesichtszügen sucht man bei ihm vergebens. Für seine Größe hat er relativ kleine Füße, was wahrscheinlich auch wieder irgendwas bedeutet, und die Ohren sind auch nicht sonderlich groß. Forscher oder Psychologen würden wahrscheinlich sonstwas da hinein interpretieren. Nur was frau wirklich will, das taucht komischerweise in keiner dieser Studien auf…

Wenn Sie jetzt allerdings glauben, ich wäre die perfekte Frau, hach ja, das wäre schön. Nur leider nicht ganz richtig. Ich habe lange Haare. Große Augen. Große – Sie wissen schon. Aber damit hat sich’s auch. Meine Kilos unterstreichen meine Weiblichkeit nicht etwa mit einem Kugelschreiber, sondern eher mit einem breiten Marker. Ich bin nicht sonderlich groß und wenn ich müde bin, gleicht mein Gang eher eine Ente, als dem einer Gazelle. Blond bin ich auch nicht, für manche Männer ja schon ein Manko. Und ich habe verhältnismäßig große Füße. Des weiteren nagt der Zahn der Zeit gewaltig an meinem Äusseren, die Falten bahnen sich ihren Weg kontinuierlich durch Gesicht und Dekolleté. Ach ja, meine Nase, nun, sie ist etwas zu spitz geraten und ich muss immer aufpassen, dass ich Francis beim Küssen nicht aus Versehen mal ein Auge aussteche. Aber sonst – bin ich schön. Sagt Francis.

Was lernen wir also daraus? Ob wir jemanden attraktiv finden, ist die eine Sache, ob und warum wir jemanden lieben, eine ganz andere. Ich liebe Francis’ Bauch, ich liebe seine kleinen Füße und ich liebe die unzähligen Haare auf seiner Brust. Für mich ist er wirklich perfekt. Auch wenn ich länger darüber nachdenke, ich finde nichts, was ich nicht irgendwie süß finde. Das muss wohl Liebe sein, schätze ich.

Öffnen Sie also Ihre Augen und schauen sie vorbei an dem, was uns die Medien als wahre Schönheit verkaufen wollen. Wie schrieb schließlich einst Antoine de Saint-Exupéry: “Man sieht nur mit dem herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.”  Auch wenn dieses Zitat in jedem Poesiealbum mindestens einmal auftaucht, so hat es doch bis heute nicht an Wahrheit verloren.

Deine/Ihre/Eure

Zoey

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